FIT FÜR DIE ZUKUNFT!
Bildverarbeitungssysteme – auch Vision Systeme oder Machine Vision genannt – sind die Pioniere und Hoffnungsträger der industriellen Branche: Sie verbreiten sich kontinuierlich in Anwenderbranchen mit hohen Innovationspotenzial und hohen Wachstumsraten. Speziell durch ihre vielseitigen Fähigkeiten, erobern sie sich stetig neue Anwendungsfelder. Ob Leiterplatten von Handys, Etiketten von Getränkeflaschen, die Aufschrift auf Kosmetik-Döschen, Displays elektronischer Geräte, Schweißnähte im Automobil- und Maschinenbau oder die Oberflächen von Motor- und Getriebeteilen: Sie alle müssen noch in der Produktionslinie inspiziert werden, um Fehler rechtzeitig zu bemerken und Ausschuss zu reduzieren. Dazu werden in fast allen Branchen Bildverarbeitungssysteme eingesetzt.

Was ist unter der Begrifflichkeit „Bildverarbeitung“ zu verstehen? Hinter dem Begriff verbirgt sich die Technologie des künstlichen Sehens und nicht wie häufig verwechselt die Themen Grafik und Design. Maschinen bekommen durch die Implementierung von Kamera und Computer die Fähigkeit zu sehen, zu erkennen, zu prüfen und die richtigen qualitativen Entscheidungen zu treffen. Ein Rechner wertet die von der Kamera aufgenommenen Daten aus, filtert die relevanten Informationen und übermittelt die sinnvollen Ergebnisse an die Steuerung weiter, die eine entsprechende Reaktion auslösen kann.
Zeitgemäße Qualitätskontrollen ohne derartige Technologien sind nicht mehr denkbar. Zum einen erfordert die wachsende Dokumentationspflicht von Produktionsdaten und zum anderen die steigende Produktivität unzähliger Industriezweige eine immer schnellere, kostengünstigere und genauere Prüfung der Fertigung. Füllen beispielsweise Hochleistungsanlagen einige zehntausend Getränkeflaschen oder Kartonverpackungen pro Stunde ab, kann das menschliche Auge nicht mehr folgen. Optische Kameras kommen zum Einsatz.
Bildverarbeitungssysteme sichern zu 100% die Qualität der Produkte und steigern somit ihre Güte nachhaltig. Sie erhöhen die Produktivität und senken die Kosten in der Fertigung. Allein unter diesem Aspekt amortisiert sich die Investition meist in wenigen Monaten. Darüber hinaus tragen sie einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Sicherheit des Menschen bei und machen die Produktion weltweit konkurrenzfähig. Das Wachstum der industriellen Bildverarbeitung liegt in Deutschland seit Jahren an der Spitze der Automatisierungstechnik. In den letzten Jahren wurden laut VDMA durchschnittlich über 20 Prozent Zuwachs verzeichnet. Der Verband diagnostiziert den Umsatz der Unternehmen auf über eine Billionen Euro im Jahr 2006.
